Ausbildung & Weiterbildung
Deine Flugschule
Es ist unser Ziel, eine umfassende und hochstehende Ausbildung anzubieten und unsere Schüler zu sicheren und selbständigen Pilotinnen und Piloten heranreifen zu lassen.
Ausbildung
Voraussetzung für das Gleitschirmfliegen in der Schweiz ist das amtliche Hängegleiter-Brevet. Aufgrund des hohen Ausbildungsniveaus ist dieser Kompetenznachweis auch über die Landesgrenzen hinaus weitestgehend anerkannt.
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Schnuppertag optional
Am Übungshang lernst du den Gleitschirm kennen und machst deine ersten Aufziehversuche.
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Grundkurs
Mindestens drei Tage am Übungshang, Theorieinputs und erste Höhenflüge.
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Höhenflugschulung / Theoriekurse / Theorieprüfung
Schritt für Schritt verfeinerst du dein Können und vertiefst dein Fachwissen, bis du bereit für das grosse Ziel bist: das Brevet. Damit du bestens vorbereitet in die praktische Prüfung startest, sammelst du zuvor mindestens 50 Höhenflüge in fünf verschiedenen Fluggebieten. Voraussetzung für den Prüfungsantritt ist zudem die erfolgreich absolvierte Theorieprüfung.
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Praktische Prüfung
Nach Bestehen der praktischen Prüfung ist dein Brevet ein Leben lang gültig. Unsere Clubs, Fluggruppen und viele Weiterbildungsangebote bieten dir Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.
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Weiterbildung
Fliegen ist die Erfüllung eines Traums, einer Sehnsucht, einer Leidenschaft. Eine Dimension zu erobern, die auf den ersten Blick der menschlichen Natur verwehrt zu sein scheint, fordert großes Vertrauen und die Bereitschaft, sich auf eine spannende Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit einzulassen. Wenn uns dies gelingt – bewusst oder unbewusst – wird Fliegen zum puren Glück, im andern Fall zur grossen Gefahr. Kein Wunder, dass wir beim Fliegen an persönliche Grenzen stossen, die uns ständig herausfordern.
Performance Training
Für brevetierte Piloten, angehende Fluglehrer und Tandem-Piloten, sowie gut fortgeschrittene Schüler.
Warum ein Performance-Training besuchen?
Im Gegensatz zu einem Sicherheitstraining, wo es vorwiegend um die bessere Beherrschung von Ausnahmesituationen geht, befasst sich das Performance-Training mit dem „Alltäglichen“, also mit dem, was während jedem Flug vorkommt.
Die nebenstehende Grafik zeigt deutlich, dass mehr als zwei Drittel sämtlicher Gleitschirmunfälle auf Fehler bei Start und Abflug oder auf Fehler bei Landeeinteilung und Landung zurück zu führen sind. Nur ein knapper Drittel aller Unfälle ereignen sich aufgrund von Ursachen, die sich während der Flugphase ergeben. Dabei spielen häufig Klapper, die nicht schon im Ansatz erkannt und stabilisiert werden, eine wichtige Rolle. Am meisten Unfälle ereignen sich mit Gleitschirmen mit einer ausgewiesen hohen passiven Sicherheit und einem entsprechenden Gütesiegel. Dies mag auf den ersten Blick erstaunen. Die Erklärung ist aber einfach: Viele Piloten verlassen sich auf die passive Sicherheit ihres Gleitschirms. Wir empfehlen jedoch zusätzlich allen Piloten die Verbesserung der persönlichen Flugtechnik und somit der aktiven Sicherheit.
Zielsetzung des Kurses
Der Kursteilnehmer verbessert und perfektioniert unter Anleitung des Performance-Trainers sein Können in flugpraktischer Hinsicht. Darin enthalten sind die Starttechnik (vorwärts/rückwärts), die Landetechnik inkl. Einteilung (Winkelpeilung), die Steuertechnik, sowie die Schnellabstiegshilfen. Die Perfektionierung des aktiven Fliegens stellt ein weiteres wichtiges Ziel dar, um in thermisch anspruchsvollen Bedingungen sicher und kontrolliert fliegen zu können.
Theorieausbildung
Umfassende Einweisung in die unter „Praxisausbildung“ beschriebenen Flugmanöver.
Praxisausbildung
• Flüge zur Überprüfung des praktischen Flugkönnens der Teilnehmer
• Perfektion der Vorwärts- und Rückwärtsstarttechnik
• Perfektion des Groundhandlings
• Bewegungs- und Fehleranalyse (Video)
• Erfliegen des Geschwindigkeitsbereiches von minimales Sinken bis bis maximal beschleunigt
• Positiv-/Negativsteuerung (aktiv fliegen)
• Nicken (Pendeln um die Querachse) und schnelles Stabilisieren
• Rollen (Pendeln um die Längsachse) und schnelles Stabilisieren
• Kreisen mit unterschiedlichen Schräglagen/Geschwindigkeiten
• Übergang langsame Kreise/schnelle Kreise
• Ein- und Ausleiten der Steilspirale mit geringer G-Belastung und ohne Pendeln
• Schnelle Acht ohne Pendeln (deutlich unter 25 Sekunden)
• Ohren anlegen mit und ohne Beschleuniger
• Grosse Ohren anlegen mit Beschleuniger
• B-Stall
• Front-Stall
• Seitliches Einklappen 30-50%; Einleiten, stabilisieren, ausleiten
• Landeeinteilung und Landung
Betreuung
Ständige Betreuung durch DHV Performance-Trainer und Fluglehrer, sowohl am Startplatz wie am Landeplatz.
Fluggebiet
Das Fluggebiet wird kurzfristig aufgrund der zu erwartenden Wetterentwicklung in der Schweiz oder im angrenzenden Ausland festgelegt. Die Unterkunft wird preiswert und möglichst zweckmässig gewählt.
Teilnehmerzahl: min. 6 / max. 10
Tandem Ausbildung
Die Ausbildung zum Doppelsitzer‐Piloten ist eine wertvolle fliegerische Weiterbildung, welche Dich als Pilot ganz entschieden weiterbringt. Und Du wirst Spass daran haben, denn das Tandem‐Fliegen hat seinen eignen, speziellen Reiz. Wir helfen Dir gerne auf diesem spannenden Weg.
Wir halten uns bei der Doppelsitzerausbildung an den diesbezüglichen DHV-Lehrplan.
Nachfolgend sind die fliegerischen Anforderungen aufgeführt, welche Du nach der Ausbildung zum Tandempiloten erfüllen sollst:
Fliegerische und persönliche Voraussetzungen
Bodenhandling bei stärkerem Wind
Auslegen des Schirm mit Windunterstützung.
Gleitschirm vorwärts und rückwärts beliebig lange über sich stabilisieren, mit und ohne Blick zum Schirm.
Schräg stellen um die Längsachse, dann unterlaufen und stabilisieren.
Seitlich einklappen und stabilisieren.
Starts am flachen Hang
Kontrollierte Vorwärtsstarts.
Beliebig lange Kontrollphasen/Abheben durch dosiertes Überbremsen verhindern.
Startabbruch durch Überbremsen.
Startabbruch durch seitliches Steuern und auslaufen.
Rückwärts Aufziehen und Ausdrehen in den üblichen Techniken bei mässigem und
Stärkerem Wind, besonders mit Steuerleinen über Kreuz.
Starts am steileren Hang
Kontrollierte Vorwärtsstarts.
Startabbruch.
Startabbruch durch Überbremsen.
Rückwärts Aufziehen und Ausdrehen in den üblichen Techniken bei mässigem und
Stärkerem Wind, besonders mit Steuerleinen über Kreuz.
Flugfiguren
Aufschaukeln um die Querachse (Nicken) und stabilisieren.
Aufschaukeln um die Längsachse (Rollen) und stabilisieren.
Flache, mittlere und steile Kreise/Einsatz der äusseren Bremse.
Steilspirale: Einleiten, dosieren der Sinkgeschwindigkeit, Ausleiten ohne Pendler auf einer vorgegebenen Achse.
Schnelle Acht ohne Nachpendeln in ca. 20 Sekunden.
Ohrenanlegen und Kurvenflug.
B-Stall: Einleiten, dosieren, ausleiten.
Standard Sackflugausleitung.
Leichte und mittlere Klapper.
Frontklapper.
Landeeinteilung
Beherrschen der Peilmethode.
Landungen bei normalen Bedingungen nie weiter als 10 Meter vom Punkt weg.
Grossräumige Landeeinteilung ohne zu pendeln und mit Landung in Punktnähe.
Sinnvolles Verkürzen bzw. Verlängern des Flugweges in Gegen- und Queranflug.
Sichere Feinkorrekturen durch Steuerleinenzug/Geschwindigkeitsanpassung im Queranflug und Endanflug.
Landeeinteilung bei Starkwind.
Landung
Stabilisierter Endanflug.
Kontrollierte Richtungskorrekturen im Endanflug; Landung genau gegen den Wind.
Landehaltung in fünf bis zehn Metern Höhe einnehmen.
Eine „ausgeflogene“ Landung durch Abfangen, Ausgleiten und Durchbremsen.
Landung aus Überfahrt mit betontem Ausgleiten.
Starkwindlandung.
Kontrolliertes Ablegen des Schirms bei Windstille bis Starkwind.
Persönliches Verhalten
Risikobewusst.
Selbstbewusst.
Defensiv.
Entschlossen.
Reflektierend.
Ruhig.
Beruhigend.
Gesunder Humor
Meteokurs für brevetierte Piloten
Ziel dieses Kurses sind das Erlangen tieferer Meteokenntnisse, Verbesserungen bei der Fluggebiets- und Startplatzwahl, sowie die Fähigkeit eigene Meteo- und Thermikprognosen erstellen zu können.
1. Abend
Entstehung des Wetters
Grundkenntnisse der Physik
Wirkung der Sonneneinstrahlung
ICAO-Standartatmosphäre
Globale Luftzirkulation
Der Einfluss der Corioliskraft
2. Abend
Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten
Fronten
Polarfrontwelle
Wind
Wolken
3. Abend
Thermikentstehung und Prognose
Emagramm
Die Bedeutung des Temperaturgradienten
4. Abend
Typische Wetterlagen im Alpenraum
5. Abend
Einschätzung der meteorologischen Lage
Wetterberichte
Repetition Emagramm